Überlebt!

Alleine verreisen macht mir eigentlich gar nichts aus. Ok, nicht alleine zu verreisen ist netter und wesentlich unterhaltsamer, aber alleine ist auch ok!

Wovor ich aber schon ein bisschen Respekt hatte, war der echt lange Anflug. 12,5 Stunden (in Worten Zwölfeinhalb Stunden) für die erste Etappe nach Singapore und nach knapp 4 Stunden direkt nochmal 10. Dazu die ganze Zeitverschiebungsproblematik 🙄, denn das waren 2 lange Nachtflüge hintereinander. Soviel muss man erstmal schlafen können, in so nem überklimatisierten Flieger, wo die Luft immer trockener wird und man dank der Abdunklung nie genau weiß, ob gerade Tag oder Nacht ist. Jammer 😝! Und dann so ganz alleine, da kann schon mal Langweile aufkommen.

Aber es hat besser geklappt, als erwartet, wobei die erste Etappe um einiges komfortabler war. Das mag unter anderem daran gelegen haben, dass ich eine ganze Dreierreihe für mich alleine hatte und es mir richtig bequem machen konnte. Außerdem war der Flieger von recht jungem Baujahr mit sehr bequemen Sitzen und einem Entertainment-Panel vom Feinsten, inkl. Touchscreen 😊 Überhaupt kann ich Singapore Airlines nur wärmstens empfehlen. Der Service ist wirklich klasse und das Unterhaltungsprogramm sehr vielseitig (Flug 1 James Bond Spectre und The Intern, Flug 2 Burnt und Suck me Shakespeer 2 😊). Ein bisschen nervig war es schon, dass die Filme ständig von zweisprachigen Ansagen unterbrochen wurden, weil der Flug recht turbulent war und man alle Nase lang daran erinnert wurde, doch bitte wieder zum Sitzplatz zurückzukehren und sich anzuschnallen 🙄. Mein eigenes Equipment gegen die Langeweile hätte ich also gar nicht gebraucht, aber selbst wenn, hätte ich es direkt am Sitz per USB aufladen können. Nice 😊!

Der Changi-Airport wird ja überall als Aushängeschild angepriesen, das gilt allerdings nicht so wirklich für den Transitbereich. Der unterscheidet sich überhaupt nicht von allen anderen Airports dieser Welt. Die üblichen verdächtigen Luxusshops, Reisebedarf und überteuerte Verpflegung. Aber immerhin gab es free Wifi, wenn man denn mal rausgefunden hat, wo und wie 😊

Auf der 2. Etappe erwischte ich einen Airbus A-380, aber den Hype um dieses riesige Vehikel kann ich nicht so recht nachvollziehen. Außer, dass in diese Blechbüchse mehr Leute reinpassen, unterscheidet sie sich auch nicht sonderlich von ihren kleineren Varianten. Der Vogel war anscheinend aus der ersten Generation, mir kamen die Sitze etwas enger vor und das Grossraumfeelung kommt auch nicht so recht rüber, weil alles mit Vorhängen in kleine Bereiche abgetrennt war. Und mehr Passagiere bedeutet eben auch mehr potentielle Schnarcher, Sextanerbläschen und hyperaktive oder übermüdete Kleinkinder 😉 Und es dauert ewig, bis man aus dem Flieger raus ist. Aber egal, auch diese Etappe ging schneller vorbei als befürchtet.

Nach so vielen Stunden ist man allerdings schon ein bisschen durch den Wind und orientierungslos was so die Tageszeit anbelangt.

Fazit des laaaangen Tages: Oropax ist dein bester Freund, Stützstrümpfe sind bequemer als ihr Ruf und auch 25 Flugstunden sind irgendwann mal vorbei 😊

PS: Ich war erstaunlich fit den Rest des Tages, hab locker bis 21:00 Uhr Abends durchgehalten. No Jetlag – geht doch!!!

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