Franz Josef

Ok, diese Etappe fiel buchstäblich ins Wasser! Der Regen startete so gegen 13:00 Uhr, ca. 10 Minuten nachdem ich in Franz Josef ankam und stoppte etwa 30 Minuten, bevor der Bus Richtung Wanaka abfuhr!

Eigentlich hatte ich Franz Josef nur deshalb deshalb ausgewählt, weil man von hier tolle Helikopter Flüge zu den beiden Gletschern Franz Josef und Fox machen kann. Für Nicht-Hiker hat der Ort sonst nicht sooo viel zu bieten, außer vielleicht Hot Tubs. Aber leider machte mir das Wetter einen fetten Strich durch die Rechnung 🙄😜. Sorry, no flights today.

Was als leichter Regen begann mauserte sich zum ausgewachsen Platzregen, der die ganze Nacht anhielt. Soviel Regen auf einmal hab ich glaub ich noch nicht erlebt. 😳 Es blieb uns nichts anderes übrig, als es uns im Hostel gemütlich zu machen. Selbst die hartgesottesten Hiker hatten keine Lust, einen Fuss vor die Tür zu setzen.

 Also wurde der Kamin angeschmissen, der Chef spendierte einen großen Pott Gemüsesuppe für alle und nachdem sich 3 tapfere Recken erbarmt hatten, in den Supermarkt um die Ecke zu schwimmen um die Biervoräte aufzustocken, fanden sich mehrere international bunt gemischte (auch wenn die deutsche Gemeinde zahlenmäßig überwog) Grüppchen zum Puzzlen, Kartenspielen und kleinen Schachturnieren zusammen. Ich habe an diesem Abend 6 verschiedene neue Kartenspiele kennengelernt 😊! 

Am nächsten Morgen erfuhren wir dann, dass der gesamte Ort von der Wasserversorgung abgeschnitten war (das bedeutete: no showers today 😉) und mitten in der Nacht ein niedriger gelegenes Hostel und ein Campingplatz evakuiert worden waren, weil alles überschwemmt war und Autos durch die Gegend schwammen. 😳😯 Zum Glück konnten die gesperrten Straßen im Laufe des Tages aber wieder geöffnet werden.

Übrigens, für alle, die nich nicht so mit dem Konzept Backpacker Hostel vertraut sind: Hostels bieten mehr oder weniger günstige Schlafplätze in mehr oder weniger großen Schlafsälen an, meist mit Stockbetten bestückt und Gemeinschaftsduschen ausgestattet. Es gibt auch vereinzelt Einzel- oder Doppelzimmer, aber die sind meist schnell ausgebucht. In großen Küchen kann man sich selbst verpflegen, die meisten sind ziemlich gut ausgestattet, die Basics zum Nudelkochen und Pizza aufbacken sind eigentlich immer vorhanden. Manche Langzeitgäste zaubern sogar ganze Menüs.  

 Seine Vorräte kann man in großen Kühlschränken und Regalen lagern, Geschirr und Co. ist immer vorhanden und jeder wäscht seinen Kram hinterher wieder ab. Das funktioniert eigentlich recht gut.   Die Aufenthaltsräume sind so unterschiedlich wie die Hostels selbst. Manche stylisch, andere eher charmant gemütlich. Fernseher, Spiele und Bücher finden sich eigentlich überall. Und natürlich free Wifi 😊.

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